Originale 18. Jh. Barockmandoline (Pandurina) Verkauft!

Selling instruments
Forumsregeln
Bitte lesen Sie die Regeln des Flohmarktes.
Forumrules
Please read the classified rules.
Antworten
EkkehardUlrich
Groß-Brummer
Beiträge: 40
Registriert: Mo 12. Mär 2012, 16:35
Name: Ekkehard Sachs
Wohnort: 78549 Spaichingen

Originale 18. Jh. Barockmandoline (Pandurina) Verkauft!

Beitrag von EkkehardUlrich » Sa 14. Dez 2019, 18:23

Ich verkaufe im Auftrag eine originale undatierte Barockmandoline (Pandurina, Mandürchen) aus dem frühen 18. Jh., 6 chörig, Mensur 30,5 cm, Korpus: 9 Spänen aus Zypresse mit Walnußadern, Hals aus Ahorn, Wirbelkasten aus Ahorn mit Elfenbein-Schildpattspiegel, Wirbel aus Hainbuche, Decke aus Fichte mit Ahornergänzung und aufgemaltem schwarzem Rand, Steg aus Buche mit Knochen und Ebenholz, Griffbrett aus Ebenholz, Sattel aus Knochen.

Alle Teile mit Ausnahme des Stegbelages sind original.

Das Instrument wurde als schlichtes Instrument für den täglichen Gebrauch anfangs des 18. Jh. in Oberitalien gebaut. Darauf, daß es ein sehr einfaches Gebrauchsinstrument ist, deutet der aufgemalte Rand, der eine Randeinlage andeutet, und die Korrektur der falsch abgeschnittenen Decke, deren fehlendes Stück zum Griffbrett hin mit einem Stück Ahorn geschlossen wurde. Es hatte zunächst eine längere Mensur. Diese wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jh. auf 30,5 cm verkürzt und ein neuer Wirbelkasten angeschäftet. (Marken von Bünden am Hals lassen auf eine ursprünglich längere Mensur schließen). Die Rosette ist in gleicher Größe und gleichem Muster in einer undatierten (frühes 18.Jh?), prächtigeren sechschörigen Pandurina aus Oberitalien im Liverpool-Museum (Nr. 1967.161.43) zu finden, um 45 Grad gedreht. Eine sehr ähnliche Rosette ist in einer Pandurina von Floriano Bosi 1787 (Germanisches Nationalmuseum MIR 877).

Das Instrument wurde in den 1960er Jahren in London erworben und 2008 restauriert.

Bei der Restaurierung wurde das Instrument gereinigt, Risse in der Decke und im Korpus geleimt, die Wirbel gängig gemacht. Vom Steg wurde die viel zu dicke Auflage aus Knochen und Ebenholz (hinzugefügt etwa Ende des 18. Jh.) abgenommen, die Oberseite etwas abgehobelt und mit einer neuen, viel dünneren Auflage aus Knochen und Ebenholz auf die ursprüngliche Steghöhe gebracht.

Das Instrument ist gut spielbar. Die Stimmung ist g+g- h+h- e'+e'- a'+a'- d''+d''- g''+g''. (Die beiden tiefen Chöre können auch oktaviert sein) Es kann auch mit g-c'-f'-a'-d''-g'' eine Renaissance-Lautenstimmung gestimmt werden. So kann das Instrument als hohe Diskantlaute (Oktave zur Altlaute in g') im Lautenchor Verwendung finden.

Das Instrument ist eine echte Rarität, da solche einfachen Gebrauchsinstrumente eher im Ofen landeten als daß sie aufbewahrt wurden.

Ein passendes Etui gehört dazu.
Eine Klangprobe und weitere Bilder können angefordert werden.
Das Instrument kann in 78549 Spaichingen besichtigt und angespielt werden.
Preisvorstellung des Eigentümers: mit Etui € 2900,00 plus eventuelle Versandkosten.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Antworten