Achtung! Betrugsversuch!

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tiorba
Groß-Brummer
Beiträge: 22
Registriert: Mo 30. Mär 2009, 08:10

Achtung! Betrugsversuch!

Beitrag von tiorba » Fr 3. Sep 2021, 10:21

Fiese Betrugsmasche!

Auf meine Angebote hier im Forum bekam ich die Anfrage eines Interessenten. Diese war in gutem Deutsch verfasst, es stellte sich aber nach dem ersten Kontakt heraus, dass die Anfrage aus Frankreich zu kommen schien. Zum mindesten hatte er eine französische Adresse an der Atlantikküste angegeben. Angeblich wollte er die Laute als Geburtstagsgeschenk für seine Frau unbesehen kaufen. Für die Bezahlung schlug er ein kompliziertes Verfahren vor, was letztendlich darauf hinauslief, dass ich, um an den Kaufpreis zu kommen, seiner Bank vorab erst einmal ca. 195,-€ überweisen solle. Die von ihm angeführten angebliche Steuern, die der französische Staat für solche Auslandsüberweisungen kassiere, sind natürlich Blödsinn. Das ganze hat er untermauert mit etlichen, sehr professionell gemachten, angeblich von seiner Bank erstellten Dokumenten mit knallroten Stempeln zur Bestätigung.

Ich hatte bei dem Herrn schon von Anfang an ein ungutes Gefühl, und alle Dokumente, die er mir geschickt hat, sind ziemlich sicher nichts als Fake. Nachdem ich ihm vorgeschlagen hatte, dass er mir den Kaufpreis ganz einfach per Banküberweisung per IBAN anweisen solle, und er das vergessen kann, dass ich irgendwelche Beträge aus meiner Tasche vorab an ihn überweise, war Funkstille. Nichts mehr! Er hat wohl verstanden, dass bei mir nichts zu holen ist. Ich bin ziemlich sicher, dass die obige Vorabzahlung dieser ominösen Steuer am Ende in seiner eigenen Tasche landet, und hernach von dem Kaufpreis kein einziger Cent auf dem Konto des Verkäufers ankommt. Das nennt man Betrug!

Dieser saubere Herr hat sich also in diesem Forum umgesehen, und zum mindesten bei mir versucht, ob da nicht über diesen vorgeblichen Instrumentenkauf etwas für ihn abzugreifen wäre. Es steht zu vermuten, dass er die selbe Masche auch bei anderen hier vertretenen Anbietern von Lauten versuchen wird, oder schon versucht hat.

Ich verzichte darauf, seinen Namen und weitere Details hier öffentlich zu nennen, bin aber gerne bereit diese Daten für mögliche andere Betroffene über eine private Mail zur Verfügung zu stellen!
Zuletzt geändert von tiorba am Fr 3. Sep 2021, 17:36, insgesamt 1-mal geändert.

marpurg
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Beiträge: 16
Registriert: Mo 5. Okt 2015, 11:22
Name: Folker Froebe

Re: Achtung! Betrugsversuch!

Beitrag von marpurg » Fr 3. Sep 2021, 13:04

Vermutlich war es derselbe feine Herr aus Frankreich, der letztes Jahr ahnungslos und unbesehen ein Arciliuto von mir als "Geburtstagsgeschenk" für seine Frau erwerben wollte. Da mir die ganze Angelegenheit von Anfang an suspekt war, habe ich die Kommunikation eingestellt, bevor wir konkret auf Finanzielles zu sprechen hätten kommen können. Anscheinend hatte ich den richtigen Riecher… Danke für den Hinweis!

deRippe
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Registriert: Do 26. Nov 2020, 13:12
Name: J.M.

Re: Achtung! Betrugsversuch!

Beitrag von deRippe » Sa 4. Sep 2021, 00:01

Deshalb meine Enpfehlung: Immer Instrument gegen Geld an der Haustür des Instrumentenempfängers. Dieses Verfahren heißt Nachnahme und wird über den Paketboten abgewickelt! Man beachte das H im Wort "Nachnahme"! Dem Verkäufer wird der Betrag dann von dem Paketdienst auf sein Konto innerhalb weniger Tage überwiesen. Cash on delivery ist die englische Entsprechung. Sicherer für beide Seiten, den Sender und den Empfänger, geht es meines Wissens nicht. Vorkasse ist immer ein Risiko.

Sylkaps
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Name: Dr. Henner Kahlert

Re: Achtung! Betrugsversuch!

Beitrag von Sylkaps » Sa 4. Sep 2021, 07:54

Genau dasselbe ist mir in dieser Woche passiert: Hier mein Bericht an den Moderator des Forum:

"...ich habe unter dem Benutzernamen *** eine 13-chörige Barocklaute
eingestellt. Gestern erhielt ich nun von einem Herrn aus Frankreich Mails,
dass er das Instrument kaufe. Den Preis von 2.400 € wollte er überweisen.
Mit weiteren Mails kam dann die Nachricht, 2.595 € (Kaufpreis + 195 €
Steuern) seien bei der Bank angewiesen, dieser Betrag könne mir aber nur
ausbezahlt werden, wenn ich zuvor den Steuerbetrag von 195 € auf ein
bestimmtes Konte bei der Bank einbezahlte. Verwiesen wurde auf eine
beigefügte amtlich aussehende Bescheinigung einer angeblichen fanzösischen
Behörde, die auf ein (nach meinen Rechercen nicht existierendes) Gesetz
verwies, wonach Überweisungen über 100 € nur nach Zahlung eines
Steuerbetrages ausgeführt würden. Ich habe eingehane zu so etwas im
Internet geforscht, fand aber nichts, meine deshalb dass es sich um einen
eingehend geplanten und vorbereiteten Betrugsversuch handelt, habe dies dem
Herrn auch heute mitgeteilt."

Also jetzt eine regelrechte Serie - Vorsicht!

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